Anlagenhersteller, Compliance Due Diligence ausländischer Tochterfirmen sowie vor M&A

Unternehmen

Hersteller komplexer Produktionsanlagen, globaler Vertrieb, mehrere Auslandsniederlassungen.


Projektart

  • Compliance Due Diligence von Unternehmen
  • jeweils 4-5 Tage vor Ort
  • Reporting an den Rechtsvorstand.

Durch die Unternehmensleitung gesetzte Ziele

  • Der CEO und der Rechtsvorstand wollten die Compliance-Risikosituation und die Umsetzung des Compliance-Systems in drei Auslandsniederlassungen durch eine Due Diligence überprüfen lassen.
  • Eine weitere pflichtgemäße Compliance Due Diligence sollte im Rahmen eines angestrebten Unternehmenskaufs durchgeführt werden, um entsprechende wirtschaftliche Risiken und Haftungsrisiken eingrenzen zu können und insoweit die Freizeichnung des Vorstands zu gewährleisten.

Ausgangssituation

  • Die drei Auslandsniederlassungen wiesen nach Meinung des Vorstands erhöhte Compliance-Risiken in Verbindung mit gering ausgeprägter Transparenz und Steuerbarkeit bei der Umsetzung des Compliance-Systems auf.
  • Zudem hielt der Vorstand unentdecktes Compliance-Fehlverhalten in den Niederlassungen sowie entsprechende Schadensfolgen für möglich.
  • Der Vorstand und der Aufsichtsrat befürchteten neben wirtschaftlichen Auswirkungen auch Haftungsrisiken aufgrund unzureichender Compliance-Überwachung und –Steuerung.
  • Die vom Vorstand vor einem geplanten Unternehmenskauf beauftragte Compliance Due Diligence sollte innerhalb des Zielunternehmens den Status des Compliance Managements der letzten Jahre sowie mögliche Compliance-Defizite und -Altlasten prüfen. Hierdurch sollten wirtschaftlicher Schaden und Haftungsfolgen nach dem Unternehmenskauf verhindert werden.

Umsetzung der Due Diligence in den Tochterunternehmen

  • Die Due Diligences der Tochterunternehmen waren zunächst als Grundprüfung zur Gewinnung eines fundierten ersten Eindrucks konzipiert, um möglichen vertieften Prüfungsbedarf einschätzen zu können.
  • Die Prüfungen wurden an den drei Auslandsstandorten an jeweils vier bis fünf Tagen durchgeführt.
  • Zur Anwendung kam ein eigenes Prüfverfahren, welches die Ansätze der Big Four erweitert und alle kodifizierten nationalen und internationalen Compliance Standards abdeckt.
  • Nach Vorlage der Due Diligence-Berichte entschied sich der Vorstand für vertiefte Prüfungen in zwei der drei Tochterfirmen.
  • Die danach vorgelegten Berichte enthielten Auflistungen von Compliance-Risiken, unzureichenden Risikosteuerungsmechanismen sowie Beanstandungen und Empfehlungen bezüglich der Konzeption und Umsetzung des Compliance-Systems. Zudem zeigten sich, wie bereits im Verfahren der Basis-Due Diligence, Hinweise auf organisiertes Fehlverhalten in einer der beiden Niederlassungen.
  • Der Vorstand entschied sich hierauf pflichtgemäß für eine unverzügliche Sachverhaltsklärung in der betreffenden Auslandsniederlassung, welche die initialen Anhaltspunkte bestätigte. Arbeitsrechtliche Maßnahmen und Schadensersatzforderungen wurden von den lokalen Rechtsanwälten umgesetzt.

Umsetzung der Due Diligence vor dem geplanten Unternehmenskauf

  • In dem zum Kauf vorgesehenen Unternehmen wurden im Rahmen des Compliance Due Diligence-Verfahrens systematische Dokumentenprüfungen und zahlreiche strukturierte Interviews mit risikorelevanten Mitarbeitern durchgeführt.
  • Verfahren und Verlauf der Due Diligence, Teilergebnisse sowie deren Analyse und Bewertung im Hinblick auf den Wirksamkeitsstatus des Compliance-Systems flossen in einen detaillierten Due Diligence-Bericht ein.
  • Der Bericht enthielt umfassende Bewertungen möglicher Compliance-bedingter Haftungsrisiken und wirtschaftlicher Risiken, eine Auflistung der in der Post-Acquisition-Phase erforderlichen Veränderungs- und Integrationsmaßnahmen des Compliance-Systems des Zielunternehmens sowie Ableitungen zum Ressourcenbedarf.
  • Der Vorstand wollte danach einzelne Compliance-Risiken vertieft bewerten lassen. Dies erfolgte im Rahmen einer dreitägigen fokussierten Prüfung in dem zum Kauf angestrebten Unternehmen, welche ebenfalls umfassend dokumentiert wurde.
  • Der Vorstand entschied hierauf nach Rücksprache mit den externen Rechtsanwälten, dass sich die Compliance-Risiken im Ergebnis noch im Rahmen des rechtlich und wirtschaftlich Tragbaren hielten und somit dem geplanten Unternehmenskauf nicht im Wege standen.

 

Ergebnis

  • Freizeichnung des Vorstands im Hinblick auf rechtliche Pflichten hinsichtlich
    - des Monitorings der Compliance-Risikosituation an Auslandsstandorten
    - der unverzüglichen wirksamen Sachverhaltserforschung
    - der fachgerechten Compliance Due Diligence im Kontext von M&A.
  • Wirtschaftliche Risiken und mögliche Haftungswirkungen wurden bestmöglich ausgeschlossen.

 

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